„Glasschlamm“ beschäftigt sich mit der Frage, wie das beim Schleifen und Schneiden entstehende Glasschlamm-Wasser in der industriellen Glasproduktion zu einem hochwertigen Sekundärwerkstoff aufgewertet werden kann. Der Ansatz ist theoretisch und konzeptionell. Sieben Gefäße – vom Dekantierer bis zur Wasserkaraffe – fassen eine Murmel aus Glasschlamm im Glasboden und verkörpern dessen Potenzial. Das bewusste Sichtbarmachen des rohen Werkstoffs im Inneren senkt die Hemmschwelle, Glas aus recyceltem Material nicht nur zu akzeptieren, sondern sogar wertzuschätzen. Die Wiederverwertung schont Ressourcen und trägt zur Transformation der Glasbranche bei. So verknüpft das Projekt theoretische Materialforschung und gestalterische Praxis zu einer Materialinnovation, die Asthetik und Nachhaltigkeit vereint.
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