Paulina Kiefer ist eine Studentin für Nachhaltiges Design an der ecosign / Akademie für Gestaltung in Köln im Fachbereich Produkt- und Kommunikationsdesign. Nein, das war nur ein Scherz, ich werde nicht in der dritten Person von mir sprechen, also fangen wir doch gleich mal locker an: Du kannst mich einfach Pauli nennen. Meine Reise hat nicht etwa in einer Akademie begonnen, sondern in einer Schreinerwerkstatt. Ich bin gelernte Schreinergesellin und habe dort jede Menge Holzstaub, Handwerkserfahrung und ganz viel Leidenschaft für formschöne, praktische Gestaltung mitgenommen. Diese Wurzeln prägen auch heute noch meine Arbeit – umfassend, ehrlich und immer mit dem Anspruch, dass Design intuitive Freude bereitet. Da ich nicht viel Platz habe, um ein sauberes Layout mit meinem obigen Witz zu erstellen, würde ich sagen, dass ich gerne Produkte kreire, die sowohl konzeptionell als auch verantwortungsvoll überzeugen. 

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„Glasschlamm“ beschäftigt sich mit der Frage, wie das beim Schleifen und Schneiden entstehende Glasschlamm-Wasser in der industriellen Glasproduktion zu einem hochwertigen Sekundärwerkstoff aufgewertet werden kann. Der Ansatz ist theoretisch und konzeptionell. Sieben Gefäße – vom Dekantierer bis zur Wasserkaraffe – fassen eine Murmel aus Glasschlamm im Glasboden und verkörpern dessen Potenzial. Das bewusste Sichtbarmachen des rohen Werkstoffs im Inneren senkt die Hemmschwelle, Glas aus recyceltem Material nicht nur zu akzeptieren, sondern sogar wertzuschätzen. Die Wiederverwertung schont Ressourcen und trägt zur Transformation der Glasbranche bei. So verknüpft das Projekt theoretische Materialforschung und gestalterische Praxis zu einer Materialinnovation, die Asthetik und Nachhaltigkeit vereint.

Produktdesign | Recherche | Materialforschung

glasschlamm